Florian
Kronbichler


Der Parlamentarier in der Lehre

Welches Privileg, Parlamentarier zu sein und Urlaub zu haben! Ich fahre mit Zug, Bus oder Radl (gelegentlich mit allen dreien in einem) übers Land und kehre bei politischen Freunden ein. Es geht dabei immer sommerfrischlich heiter zu, ich lerne von den Sorgen der Gemeinde-Politiker und erzähle aus meiner Parlamenterei. Im Vinschgau, Pustertal, Ahrntal und Meran war ich schon, für heute Mittag habe ich mich zum Aperitif beim Bürgermeister in St. Ulrich in Gröden eingeladen, und am Abend bin ich mit der lieben Elda Letrari, dem Perpetuum mobile von Brixen verabredet.

Sehr beeindruckt blieb ich von dem Treffen am Wochenende in Meran. Die grün-bürgerliche Ratsfraktion ließ mich mit meiner Frau an ihrem Nachsommer-Treffen teilnehmen. Es ist für einen Parlamentarier, zumal einen nicht besonders bedeutenden der Opposition, der statusbedingt eher nur „eine Meinung“ zu haben hat, schon beeindruckend – und lehrreich! – zu sehen, wie schwierig es ist und welche Kompetenz es braucht, um konkrete Arbeit zu leisten. Da ging es um Gehsteige, Radwege, architektonische Barrieren, Parkerlaubnisse und –verbote, um Baugenehmigungen und Pflege-Einrichtungen, und zwar nicht nur um ob oder ob nicht, sondern ums Wie.

Ich erfuhr an diesem Abend, wie leicht reden im Vergleich ein Parlamentarier hat. Der schwere Eindruck wurde dankenswerter Weise aufgeheitert durch ein paar Kostproben aus dem angeblich unerschöpflichen Keller, zu dem Fraktionssenior Toni Holzgethan in seine Veranda lud.

Foto: Meraner Fraktionssprecherin Christl Kury, Räte Toni Ladurner und Toni Holzgethan (von rechts).

 


Flor now
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